Ein empfindlicher Raum der geschützt werden muss

Die Alpen, eine Region unter Druck

Die Alpen zählen ungefähr 14 Millionen Einwohner auf zirka 190 000 km², aber die Einwohnerdichte variiert enorm je nach Region, besonders zwischen den sehr urbanisierten Tälern und den ländlichen, isolierten oder höher gelegenen Zonen.

Der Alpenbogen unterliegt großen Herausforderungen aufgrund der Belastung durch den Transport, besonders dem Straßenverkehr, der wachsenden Urbanisierung, der Zersiedelung der Landschaft, dem Niedergang der Landwirtschaft gefolgt von Landflucht, der Wintertourismusindustrie, dem Massentourismus, der Intensivierung der Landwirtschaft im Tal und dem damit folgenden Weggang aus den Berggebieten, dem Verlust der Biodiversität und natürlich dem Klimawandel.

Die neuen Herausforderungen

Dieser gewaltige Druck auf den Alpenraum ist natürlich bis in die Schutzgebiete zu spüren, insbesondere die Auswirkungen des Klimawandels.

Daher sind neue Herausforderungen entstanden: Schaffung einer sanftigen Mobilität in den Schutzgebieten und deren Zufahrtswegen, Schaffung eines transalpinen ökologischen Netzwerks, Förderung ökologischer Bauweisen und Renovierungen von Gebäuden, Standortwechsel der Wirtschaft, vor allem für den Service und die landwirtschaftliche Produktion, Unterstützung einer umweltfreundlichen, qualitativ hochwertigen Landwirtschaft, Verwaltung der Wasserressourcen und Kampf gegen den Klimawandel... 

Die Rolle der Schutzgebiete in den Alpen

Die Schutzgebiete sind Referenz- und Experimentiergebiete. Sie können zu echten Forschungslaboren werden, um ein nachhaltiges Leben für die ländlichen Bergregionen zu ersinnen.

Folglich sind die Experimentierung, die Innovation und später der Austausch der guten Praktiken und Erfahrungen zwischen den Schutzgebieten auf internationaler Ebene von großer Bedeutung.