Die Schutzgebietsformen

 Über 900 Großschutzgebiete (über 100 Hektar) bilden ein großartiges Netzwerk an natürlichen Lebensräumen und Kulturlandschaften. Dieses Netzwerk setzt sich aus verschiedenen, sich ergänzenden Schutzgebietsformen zusammen:


Die Nationalparks: großräumige Naturschutzgebiete, oder Gebiete, die wenig durch menschliche Einwirkungen verändert wurden und unter strengem Schutz stehen. Bestimmte traditionelle Aktivitäten können jedoch gestattet sein.

> 14 Nationalparks.


Die Regionalparks, Naturparks oder regionale Naturparks: Großgebiete mit traditioneller Berglandwirtschaft oder Forstwirtschaft und bedeutenden Besucherströmen. Diese Parks verfolgen oftmals neben dem Naturschutz das Ziel der Regionalentwicklung.
> 70 Regional- oder Naturparks.


Die Naturschutzgebiete: Diese Gebiete von sehr unterschiedlicher Größe (bis zu mehreren tausend Hektar) stehen gewöhnlich unter strengem Schutz, der mit dem der Nationalparks vergleichbar ist. Häufig wird damit das Ziel verfolgt, seltene Habitate, außergewöhnliche Pflanzen und Tiere oder bedrohte Feuchtgebiete zu schützen.
> 300 Naturschutzgebiete.


Die Biosphärenreservate: Großflächige Schutzform nach der Definition der UNESCO. Die Biosphärenreservate werden in drei Zonen unterteilt: eine Kernzone, oft ein bereits existierendes Schutzgebiet, eine Pflegezone und eine Entwicklungszone.
> 10 Biosphärenreservate.


Natürliches UNESCO Welterbe: natürliches (oder gemischtes) Gut, in der Liste des UNESCO - Welterbes eingetragen. Der natürliche Wert dieser Stätten ist für die Menschheit außergewöhnlich. Die UNESCO fordert von diesen Stätten, ihren Wert für zukünftige Generationen durch Verwaltungspläne, die auf der Basis von weitverbreiteten Umfragen erstellt worden sind, zu erhalten.
> 2 natürliche Stätten des Welterbes.


Zahlreiche weitere Schutzformen bestehen in den verschiedenen Ländern und sind in das Alpine Netzwerk eingebunden, zum Beispiel: Ruhegebiete, Biotope, Landschaftsschutzgebiete, die empfindlichen Naturschutzgebiete des Departements der Isère (F), „Sites classés“ ; Waldreserven usw. 


Die IUCN schlägt ihrerseits eine Klassifizierung der Schutzgebiete vor, unter folgendem Link: www.unep-wcmc.org